Rückblick 38. Internationales Jahrestreffen des Mercedes-Benz 300 SL Club

Artikel wurde von Mercedes-Benz.com zur Verfügung gestellt

Jahrestreffen am Mercedes-Benz Museum.

Seit seiner Gründung im Jahr 1978 veranstaltet der Mercedes-Benz 300 SL Club e.V. jährlich ein Internationales Clubtreffen in wechselnden Städten und bei Mercedes-BenzNiederlassungen. In diesem Jahr stand ein besonderes Highlight auf dem Plan: Beim Treffen im Juni in Stuttgart durften die Besitzer von 300 SL Flügeltürern und Roadstern erstmals einen Tag auf der Einfahrbahn des Mercedes-Benz Werks Untertürkheim verbringen.

Automobile Ausnahmeerscheinung.

Die Exklusivität des 300 SL Clubs ist gewissermaßen selbsterklärend. Die Baureihe W 198 ist von 1954 bis 1963 in aus heutiger Sicht kleinen Stückzahlen gebaut worden. Vom Coupé mit dem legendären Beinamen Flügeltürer sind zwischen August 1954 und Mai 1957 1400 Stück gebaut worden, darunter 29 mit Leichtmetallkarosserie. Der 300 SL Roadster ist von Februar 1957 bis Februar 1963 hergestellt worden. Insgesamt entstanden 1858 Exemplare dieses Baumusters, darunter auch Roadster mit Coupé-Dach. Der 300 SL Club hat heute etwa 300 Mitglieder weltweit.

60 Jahre 300 SL Roadster.

Das 300 SL Coupé war 1954 aus den 300 SL Rennsportwagen zum Serienfahrzeug weiterentwickelt worden. 1957, also vor 60 Jahren, wurde der Flügeltürer vom Roadster abgelöst. Den Ingenieuren war es gelungen, den Gitterrohrrahmen des Rennsportfahrzeugs so zu modifizieren, dass beim Roadster zwei konventionelle Seitentüren den Einstieg ermöglichten. Die Flügeltüren des Coupés waren noch konstruktive Notwendigkeit gewesen, um einen stabilen Fahrzeugrahmen zu gewährleisten. Für die Weiterentwicklung zum Roadster sprach darüber hinaus die Luftzirkulation in einem Fahrzeug ohne festes Dach. Sowohl Coupé wie Roadster waren Modelle, die im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen in individueller Handarbeit gefertigt wurden.

Ein Treffen am Geburtsort der Marke.

Das 60-Jahr-Jubiläum des Roadsters war für den Club und das Mercedes-Benz Clubmanagement ein Anlass, in diesem Jahr einen besonderen Ort für das Treffen zu wählen: Stuttgart, das Mercedes-Benz Museum und die Einfahrbahn des Werks Untertürkheim, wo auch schon die Prototypen des künftigen Erfolgsmodells ihre Testrunden gedreht hatten. Neben dem Tag auf der Einfahrbahn standen Ausfahrten in die nahe gelegenen Regionen Schwäbische Alb und Schwäbischer Wald sowie festliche Abendveranstaltungen auf dem Programm. Insgesamt waren zum Internationalen Clubtreffen 87 Fahrzeuge vom Typ 300 SL angereist; unter anderem war auch der Präsident des Mercedes-Benz Clubs Südafrika zu Gast in Stuttgart.

Selbstversuch.

Nicht nur sehen, sondern selbst erfahren, war das Motto des Testtags auf der Einfahrbahn. Die Teilnehmer absolvierten zwei Wertungsprüfungen im eigenen Fahrzeug, bei denen es auf das zeitlich exakte Absolvieren eines Parcours ankam. Außerdem durften die Clubmitglieder in einem Überschlagssimulator Platz nehmen und eine spezielle Rundfahrt auf dem Untertürkheimer Testparcours unternehmen: in einem modernen Setra Reisebus, dessen Fahrer unterwegs die verschiedenen Strecken der Einfahrbahn vorstellte. Und der dabei demonstrierte, was ein moderner Reisebus von Mercedes-Benz in puncto Fahrdynamik, Steigfähigkeit und Seitenneigung leisten kann. Höhepunkt war die Fahrt durch die Steilkurve der Teststrecke bei Tempo 100 – ein Erlebnis von Dynamik, das man sonst eher in den Fahrgeschäften von Freizeitparks genießt.

Prominentes Neumitglied.

Seit 2016 ist auch Prof. Dr. Thomas Weber Mitglied des 300 SLClubs. Der Ingenieur war von 2004 bis Ende 2016 verantwortlich für Konzernforschung und die Entwicklung von Mercedes-Benz Cars bei der Daimler AG sowie Mitglied des Vorstands. Er hat seine Begeisterung für die 300 SL während einiger Teilnahmen am Klassiker-Event Mille Miglia in Italien entdeckt: „Der 300 SL ist die Ikone der Marke Mercedes-Benz. Ich bin voller Bewunderung für Rudolf Uhlenhaut, der den 300 SL in den 1950er-Jahren entwickelt hat. Der Wagen war seiner Zeit und seiner Konkurrenz um viele Jahre voraus. Auch heute noch ist der 300 SL modern.“

Ein Klassiker von zeitloser Faszination.

Wilfried Porth, Personalvorstand der Daimler AG, ist ebenfalls Besitzer und bekennender Fan eines Roadsters der Baureihe W 198: „Der 300 SL ist sicherlich eines der emotionalen Highlights unserer Marke. Ein Klassiker von zeitloser Faszination, der die Heritage von Mercedes-Benz auf den Punkt bringt.“